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Tätlicher Angriff auf der Veranstaltung der AfD auf dem Altmarkt

Quelle: Initiative „Cottbus schaut hin“

Pressemitteilung
Von: ++Cottbus schaut hin++
Cottbus, 22.09.2017
Am Abend des 19.09.2017 fand eine Kundgebung mit prominenten AfD Vertretern auf dem Oberkirchplatz in Cottbus statt. Circa 300 Personen versammelten sich, um den Reden von
Alexander Gauland, Andreas Kalbitz und Marianne Spring-Räumschüssel Aufmerksamkeit zu schenken. Während dessen kommt es zu einem Angriff, auf eine junge, sich nicht beteiligende Frau,die die Aussagen von Herrn Gauland in Frage stellt.
Um die 300 Personen nehmen an der Veranstaltung teil, bei der es zu einem tätlichen Angriff aus der Zuschauermenge der Kundgebung auf eine außenstehende Gruppe von Freunden, die im indischen Restaurant „Shiva“ essen, kommt. Während Herr Alexander Gauland seine Rede hält, tauschen sich die Gäste des Restaurants über die politischen Inhalte der AfD aus, stellen diese in Frage und eine Frau macht sich für Flüchtlinge stark. In einigen Metern Entfernung tritt aus einer Gruppe auf einmal ein junger Mann heraus, der aggressiv auf die Essenden zu läuft. Er nimmt sich einen Stuhl von der Terrasse des Restaurants und bedroht die junge Frau damit. Daraufhin löst sich
ein weiterer Mann aus der Gruppe, hält den Täter zurück und zerrt in wieder in die Menge der Zuschauer. Das Opfer sagt in einem Interview mit der Bürgerinitiative „Cottbus schaut hin“:
„Dieser aggressive Blick hat mir solche Angst gemacht. Ich habe mich so schutzlos gefühlt, da die Polizei nicht in meiner Nähe war.“ Die angegriffene Frau wendet sich danach an die Polizei, die ihr riet eine Anzeige gegen den Täter zu machen, wofür sie sich dann auch entschied.
Die Redner und die Rednerin der AfD berichten von der momentanen Entwicklung Deutschlands, der Flüchtlingskrise, von ungewollter multikultureller Gesellschaft, Frau Merkel, Islamisierung und von der Angst, dass ihnen ihr Land weggenommen wird. Herr Gauland sagte: „Das problematische
an dieser Entwicklung ist nicht nur die Sache selbst, sondern wir fangen an uns daran zu gewöhnen. Das ist das, was uns die bezahlten Psychologen im Fernsehen sagen und Herr Schäuble und Frau Merkel auch sagen. Ihr müsst euch daran gewöhnen. Ihr müsst euch an den Terror gewöhnen!“ Mit diesem Satz zeigt die AfD nur einmal mehr, das sie ganz in rechtspopulistischer Manier agitieren, Angst und Hass schüren, Tatsachen verdrehen und sich trotzdem als Sprachrohr des deutschen Volkes verstehen.
Doch während der Veranstaltung kommt es zu dem beschriebenen tätlichen Angriff eines Zuschauers gegenüber einer jungen Frau, die sich in einer Unterhaltung mit Freunden am Rande in einem Restaurant für Flüchtlinge stark macht. Das Verhalten solch eines AfD-Sympathisanten wirft eher Fragen eines rassistischen Terrors in Cottbus auf. Rechten Terror gegenüber Geflüchteten und im Cottbuser Stadtbild, welches überall geprägt ist durch rassistische Parolen, Hakenkreuze und
Hasstiraden. Rechter Terror den die Initiative „Cottbus schaut hin“ schon seit längerem in ihrer Chronik verzeichnet und darüber berichtet. Nicht etwa zufällig ist es, das sich der Täter aus einer Gruppe junger Männer löst, die die Cottbuser Neonazi-Marke „Black Legion“ tragen. Es zeigt welches Publikum die Alternative für Deutschland anspricht und mit wem sie sympathisieren. Das Publikum der Veranstaltung der AfD in Unterstützung der Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ ist
weitestgehend älteres männliches Publikum nebst  stadtbekannten Neonazis der Kampfsportszene, rechten Hooligans und pöbelnde und einstimmenden Sympathisanten der Alternative für Deutschland.
„Cottbus schaut hin“ ist eine Gruppe von Menschen, welche sich für ein gewaltfreies und tolerantes Cottbus einsetzen. Wir haben es uns als Initiative zur Aufgabe gemacht, fremdenfeindliche und
rechts motivierte Gewalttaten in und um Cottbus zu d okumentieren und die politischen Entscheidungsträger zum Handeln zu bewegen. Die Atmosphäre in der Stadt hat sich für einige Personengruppen in ein Klima des Unwohlseins gewandelt. Die Bürger der Stadt müssen für das Thema sensibilisiert werden.
Ansprechpartner:
Initiative „Cottbus schaut hin“
Mailadresse: cottbus-schaut-hin@t-online.de
Telefonnr.01590 / 5661163
Hintergrundinformationen:

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