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Texte/ Archiv

• AIB Nr. 62 •
• TS verkauft NS-Symbole •
• TS Laden macht zu •
• Musterbrief »TS in ihrem Geschäft« •
• »Der braune Pop« •
• »Werbung für den Nationalsozialismus« •
• »Eine märkische Modemarke steckt Rechte in Designerklamotten« •
• Echo mit Folgen
Warum fühlt sich die NPD in der sächsischen Schweiz so wohl? •

• »Thor Steinar« - Trägerin verurteilt •
• Thor-Steinar-Kleidung bei Nazi-Demo in Potsdam am 30. Oktober verboten •
• Stadtmagazin wirbt für rechtsextreme Firma •
• Thors ganz dezenter Runenchic - taz artikel •
• Pressemitteilung: BFC-Fan-Beauftragter will "Thor Steinar"-Träger unterstützen! •
• »Thor Steinar«-Klamotten in Nazi-Laden beschlagnahmt •
• Justiz zerstritten über weiteres Vorgehen •
• Gericht verbietet Symbole der rechten Kult-Marke "Thor Steinar" •
• Beschlagnahme von Textilien der Marke »Thor Steinar« beschlossen •
• »Thor Steinar« nimmt Logo vom Markt •
• Mode von »Thor Steinar« bald ohne Runen •
• Artikel aus der Times •

 

Kein Weihnachtsgeschäft mit Neonazis!

Kein Weihnachtsgeschäft mit Neonazis!
Unerfreuliches gibt es zum Jahresende zu vermelden: War Hamburgs Geschäftslandschaft seit dem Ende des Naziladens „Nordic Thunder“ endlich „Thor-Steinar“-frei, so gibt es die Lieblingskleidung der extremen Rechten jetzt wieder zu kaufen – in der Talstraße 34 auf St.Pauli.

Im Laden „Die Uniform“ hat man sich, der Name lässt es erahnen, auf Uniformen als Fetisch-Objekte spezialisiert. Offenbar fühlen sich die Betreiber der SM-Szene verbunden. Neben allerlei unverfänglichem Militaria-Kram und Fesselwerkzeugen bietet „Die Uniform“ seit kurzem leider auch das Mode-Label „Thor Steinar" (TS) an. TS wird von der Brandenburger Firma Mediatex GmBH vertrieben, diese setzt sich u.a. aus bekannten Neonazis und Sympathisanten der rechten Szene zusammen. TS erfreut sich aufgrund der eindeutigen Herkunft sowie seiner rechten Ästhetik einer großen Beliebtheit in der deutschen Neonazi-Szene. Vor kurzem wurde das bisherige Logo der Marke per Gerichtsurteil verboten („Zeigen Verfassungsfeindlicher Kennzeichen“), zu sehr ähnelte es Symbolen Nationalsozialistischer Organisationen. Schnell wurde ein neues, unverbindlicheres Logo zum übernähen des „alten“ herausgegeben, das lukrative Weihnachtsgeschäft sollte nicht gefährdet werden. Diese Entwicklung ist auch an Hamburg nicht vorbeigegangen, so sind die Waren im Schaufenster von „Die Uniform“ bereits mit dem Übernäher versehen. Auf Unwissen können sich die Betreiber nicht herausreden. So wurden die Verkäufer bereits mehrfach direkt von AntifaschistInnen angesprochen. Da angeblich weder sie selbst noch ihre Kunden Neonazis seien, sahen die Angesprochenen kein Problem... Auf eine Bitte von Antifainfo.de um schriftliche Stellungnahme antwortete „Die Uniform“ bisher nicht. Einzige Reaktion: Im Fenster prangt jetzt ein Schild: “Dieses Schaufenster wird Videoüberwacht“...

Einen Vertrieb rechtsextremen Lifestyles darf es nicht geben, weder in Hamburg noch sonstwo! Ob die Motivation in diesem Falle politisch oder kommerziell ist spielt dabei kaum eine Rolle. Hier werden rechte Strukturen finanziell gefördert, Neonazis bekommen die Möglichkeit ihre sonst in Hamburg nicht erhältlichen Gesinnungsklamotten zu kaufen. Ein solcher Verkauf ist für AntifaschistInnen nicht hinnehmbar. Wir fordern die Betreiber von „Die Uniform“ letztmalig auf sich von Neonazis deutlich zu distanzieren und den Verkauf von „Thor Steinar“ einzustellen.

AntifaschistInnen, die sich direkt beschweren möchten können dafür folgende Kontaktmöglichkeiten nutzen: Telefon 040/87884947, E-Mail info@die-uniform.de oder persönlich in der Talstraße 34, Di-Sa 12-20h.

Wir werden unter www.antifainfo.de weiter über etwaige Entwicklungen berichten.

 

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