Inforiot

Alternative News & Termine für Brandenburg

Ra­the­now: An­füh­rer der “Pa­trio­ten Cott­bus“ nach Ran­dale kurz­zei­tig in Kli­nik ein­ge­wie­sen

Quelle: Presseservice Rathenow

17814514_1052800338153506_9182993798372375210_o

Lutz M. wäh­rend ei­ner ex­trem rech­ten Ver­samm­lung am 4. März 2017 in Ber­lin

Bei dem Mann der am gest­ri­gen Vor­mit­tag nach ei­ner Ran­dale im Ra­the­nower Mö­wen­steig zu­nächst von der Po­li­zei in Ge­wahr­sam und an­schlie­ßend kurz­zei­tig in eine Kli­nik ein­ge­wie­sen wurde, soll es sich um den mut­maß­li­chen An­füh­rer der „Pa­trio­ten Cott­bus“, Lutz M, han­deln. Dies be­rich­tet zu­min­dest die So­ci­al­me­dia-Seite „Fra­gen an be­sorgte Bür­ger“ un­ter Be­ru­fung auf ver­trau­li­che Hin­weise. M, der an­schei­nend wie­der auf freiem Fuß ist, soll dies über ein Zweit­pro­fil in ei­nem so­zia­len Netz­werk in­zwi­schen in­di­rekt eben­falls be­stä­tigt ha­ben.

Ran­dale im el­ter­li­chen Wohn­haus

Das Ra­the­nower News­por­tal „Ra­the­now24“ hatte zu­vor be­rich­tet, das ein 28 Jäh­ri­ger im Wohn­haus sei­ner El­tern ran­da­liert und In­ven­tar be­schä­digt ha­ben soll. Schließ­lich war die Po­li­zei ge­ru­fen wor­den. Diese nahm den Mann in Ge­wahr­sam. Da­bei soll die­ser sich so zu Wehr ge­setzt, um sich ge­tre­ten und ge­schla­gen ha­ben, dass die Be­am­ten leichte Ver­let­zun­gen er­lit­ten. Erst nach dem Ein­satz von Pfef­fer­spray sei es den Po­li­zis­ten of­fen­bar ge­lun­gen, dem of­fen­bar ag­gres­si­ven Mann Hand­fes­seln an­zu­le­gen. Er soll dann in die Ret­tungs­stelle ge­bracht und an­schlie­ßend in eine Fach­kli­nik ein­ge­wie­sen wor­den sein.

Po­li­ti­scher Wirr­kopf am rech­ten Rand

Lutz M war zu­vor, ins­be­son­dere in den Jah­ren 2015 und 2016, im­mer wie­der bei PEGIDA-ähnlichen, rech­ten Ver­an­stal­tun­gen, bei­spiels­weise beim „Bür­ger­bünd­nis Ha­vel­land“ in Ra­the­now, bei der „Bür­ger­be­we­gung Alt­mark“ in Sten­dal, „POGIDA“ in Pots­dam und bei „BÄRGIDA“ so­wie bei „Wir für Deutsch­land“ in Ber­lin durch sein auf­fäl­li­ges, ag­gres­si­ves Ver­hal­ten her­vor­ge­tre­ten.

Am 15. Ok­to­ber 2016 or­ga­ni­sierte der be­ken­nende En­er­gie-Cott­bus-Fan un­ter dem La­bel „Pa­trio­ten Cott­bus“ dann eine erste ei­gene Ver­samm­lung in Cott­bus. Diese war al­ler­dings mit nur 34 Teil­neh­men­den ein Flop. Wei­tere Ver­an­stal­tun­gen folg­ten bis­lang auch nicht.

Al­ler­dings sol­len M und eine Sym­pa­thi­sie­rende An­fang Fe­bruar 2017 in Ra­the­now (nach An­ga­ben der „Pa­trio­ten Cott­bus“ in Cott­bus-San­dow) wie­der ein „Zei­chen“ ge­setzt ha­ben. In ei­nem un­frei­wil­lig ko­mi­schen Vi­deo, dass aus der Tä­ter­per­spek­tive ge­dreht wurde und auf der So­ci­al­me­dia-Seite der „Pa­trio­ten Cott­bus“ nach wie vor ein­seh­bar ist, soll M zu se­hen sein, als er ge­rade eine Pa­role an eine Mauer ne­ben dem Rat­haus sprühte. In dem Kurz­film un­ter­hal­ten sich die Tat­be­tei­lig­ten u.a. über die rich­tige Schreib­weise des Buch­sta­ben „G“.

Dar­über hin­aus fiel M in letz­ter Zeit auch im­mer wie­der durch be­denk­li­che Ak­ti­vi­tä­ten im So­ci­al­me­dia auf. Mal prä­sen­tierte er sich be­droh­lich mit Schuss­waffe, ein an­de­res mal legte er in skur­ri­len Live-Schal­tun­gen sein äußerst bi­zar­res Welt­bild of­fen. In ei­nem vor kur­zem er­schie­nen Vi­deo soll M au­ßer­dem eine ver­bo­tene NS-Pa­role skan­diert ha­ben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.