Inforiot

Alternative News & Termine für Brandenburg

· Bei der rassistischen Gewaltdemo in Berlin-Kreuzberg am 14. Mai waren Brandenburger Neonazis zahlreich vertreten

Ran­dale in der Haupt­stadt

Quelle: Inforiot

Nazirandale am 14. Mai 2011 in Berlin
Na­zi­ran­dale am 14. Mai 2011 in Ber­lin

 

INFORIOT Am vor­ver­gan­ge­nen Sonn­abend ver­such­ten rund 140 Neo­na­zis eine heim­lich vor­be­rei­tete De­mons­tra­tion durch Ber­lin-Kreuz­berg durch­zu­füh­ren. Trotz der Ge­heim­hal­tung ge­lang es rund 500 Men­schen mit­tels ei­ner Blo­ckade, die Neo­na­zis am Marsch durch Kreuz­berg zu hin­dern.

Die in­zwi­schen be­kannt ge­wor­de­nen Ab­spra­chen zwi­schen Po­li­zei und Neo­na­zis und eine all­ge­mein völ­lig ver­fehlte Po­li­tik­tak­tik er­mög­lich­ten den Neo­na­zis, Ge­gen­de­mons­tran­tIn­nen und un­be­tei­ligte Pas­san­tIn­nen an­zu­grei­fen. Es kam zu mas­si­ven Ge­walt­ta­ten, be­glei­tet von den ras­sis­ti­schen Pa­ro­len der Neo­na­zis.

We­gen des Ge­walt­ex­zes­ses wird der De­mons­tra­ti­ons­ab­lauf in Ber­lin der­zeit breit dis­ku­tiert. Nun ha­ben Ber­li­ner An­ti­fas eine Bild­gale­rie mit Fo­tos der neo­na­zis­ti­schen Demo-Teil­neh­me­rIn­nen ver­öf­fent­licht. Für viele wer­den auch Na­men und Wohn­ort be­nannt.

Viel­leicht nicht über­ra­schend aber durch­aus in­ter­es­sant ist: Ein gar nicht so klei­ner An­teil die­ser Neo­na­zis stammt aus Bran­den­burg. 18 von 144 Fo­tos der De­mons­tran­tIn­nen zei­gen Bran­den­bur­ger Neo­na­zis – je­deR achte auf der Ran­da­le­demo kam also aus Bran­den­burg. Die meis­ten die­ser 18 wer­den in der Ber­li­ner An­ti­fa­auf­stel­lung dem Land Bran­den­burg zu­ge­ord­net, an­dere wur­den von Bran­den­bur­ger An­ti­fa­grup­pen iden­ti­fi­ziert.

Dies zeigt, dass die Bran­den­bur­ger Szene an die in­ter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­näle der – or­ga­ni­sa­to­risch schwa­chen aber stark ge­waltaf­fi­nen – Ber­li­ner Neo­na­zis an­ge­schlos­sen ist. Sonst hät­ten kaum so viele Neo­na­zis aus Bran­den­burg den Weg zur ge­heim vor­be­rei­te­ten De­mons­tra­tion fin­den kön­nen.

Mit da­bei war auch der NPD-Kom­mu­nal­po­li­ti­ker Maik Schnei­der, der für die Neo­na­zi­par­tei Ab­ge­ord­ne­ter in der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung Nauen ist.

Der An­mel­der der De­mons­tra­tion wurde für diese Auf­stel­lung übri­gens nicht mit­ge­zählt. Se­bas­tian Schmidkte, der­zeit Ka­der des “Na­tio­na­len Wi­der­stands Ber­lin” und Vi­ze­lan­des­chef der Haupt­stadt-NPD, ist ur­sprüng­lich eben­falls Bran­den­bur­ger. Er stammt aus Straus­berg, war Mit­glied des 2006 selbst auf­ge­lös­ten “Mär­ki­schen Hei­mat­schut­zes” und ver­zog vor et­li­chen Jah­ren nach Ber­lin.

 

Sebastian Schmidtke (1.v.l.) 2003
Auch der De­mo­a­n­mel­der stammt ur­sprüng­lich aus Bran­den­burg: Se­bas­tian Schmidtke war in Straus­berg Mit­glied des “MHS”. Hier (1. von links) 2003 bei ei­nem NPD-Stand in Fürs­ten­walde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.