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Daten
JeP- Jugend engagiert in Potsdam
Brandenburger Straße 11 ("Lindenhof")
14467 Potsdam
Seitenflügel rechts
(tel) 0176-29.90.49.56 JeP-eV@gmx.net
www.jep-ev.de
 
Spendenkonto
JeP e.V.
MBS
BLZ 160.500.00
Konto 350.30.223.91

Artikel in der MAZ über die Auflösung des JeP e.V. vom 16.10.2007 hier .

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Jugend engagiert in Potsdam

Der Name hält was er verspricht. Jugendliche und Junge Erwachsene aus Potsdam, die genug haben von Politikverdrossenheit und Resignation. Anfang 2005 schlossen wir uns zusammen um die Fahrt aufzunehmen gegen den rechten Mainstream, rechtsextreme Gewalt, Flüchtlingsdiskriminierung, sowie die Diskriminierung von Obdachlosen und nicht rechten Jugendlichen in unserer Stadt.
 
Wir solidarisieren uns an erster Stelle mit den Opfern rechter Gewalt. Wir wollen Selbstbewusstsein stärken, Zivilcourage zeigen, Betroffene nicht mit ihren Ängsten und Sorgen alleine lassen, Hilfe anbieten.
 
Wir bieten Unterstützung bei Behördengängen und der Polizei an, bei der Erklärung rechtlicher Möglichkeiten, bei der Vermittlung psychotherapeutischer Hilfe bis hin zur Begleitung vor Gericht.
 
Zivilgesellschaftliches Engagement soll nicht durch Schläge von Rechten verpuffen. Wir möchten, dass die Angegriffenen weiterhin das Selbstbewusstsein und vor allem Lust haben, sich gegen Rassismus und Diskriminierung zu wehren. Doch um eine kontinuierliche Arbeit gegen Rechtsextremismus und für eine solidarische Gesellschaft zu führen, sind wir auf eine breite Vernetzung angewiesen: So ist es uns wichtig nicht im eigenen jugendkulturellem Sumpf stecken zu bleiben, sondern Gespräche und Bündnisse mit Flüchtlingsinitativen, SchülerInneninitativen und engagierten KommunalpolitikerInnen zu führen.
 
Also mit Jeder/m die/der Lust hat Ressentiments und Rechtsextremismus mit Verstand und kreativen Aktionen entgegenzutreten, um eine Entsolidarisierung und Ausgrenzung von plattem rassistischem Stammtischgerede bis hin zu organisierten Rechten zu erreichen.
 
Neben der direkten Opferberatung versuchen wir rechtsextreme Taten aber nicht als Einzelfälle stehen zu lassen, sondern möchten anhand dieser einzelnen Taten Rechtsextremismus öffentlich sichtbar und diskutierbar machen. Wir erstellen jedes Jahr eine aktuelle Statistik über rechtsextreme Angriffe im Raum Potsdam/ Potsdam Mittelmark, informieren über rechtsextreme Organisierung in dieser Region. Wir organisieren Antirassismusseminare, unterstützten nicht- rechte Jugendgruppen bei Veranstaltungen und Konzerten.
 
Wir sind Mitglied im Aktionsfond für Toleranz und Demokratie in Potsdam und arbeiten in der AG Kreative Protestformen der Stadt Potsdam mit.
 
Was macht uns so außergewöhnlich?
 
Sicherlich existieren viele etablierte Jugendarbeitsträger und Opferberatungsstellen, die sich ähnlichen Zielen verpflichtet fühlen. Doch es gibt einige wesentliche Unterschiede und Prinzipien, die wir als J.e.P mit unserer Arbeit verfolgen:
 
Jugend für Jugend/ Von gleich zu gleich
 
Die MitarbeiterInnen von J.e.P. sind selbst alles Jugendliche und junge Erwachsene, die entweder noch an anderen konkreten Jugendprojekten beteiligt sind oder es bis vor wenigen Jahren noch waren. Jugendliche sehen uns aus diesem Grund nicht als Sozialarbeiter oder Lehrer an, die von außen an sie herantreten, sondern wissen, dass wir ähnliche Erfahrungen in unserem Alltag machen oder gemacht haben.
 
Engagement statt hoher Verwaltungsaufwand
 
Wir verstehen uns als basisorientiertes Projekt. Unsere Arbeit wird von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. Sie können sich sicher sein, dass ihre Spende der konkreten Arbeit vor Ort zu Gute kommt.
 
Fundierte Problemkenntnisse
 
Da wir selbst in Potsdam leben und viele von uns schon seit Jahren ehrenamtlich in der antifaschistischen und antirassistischen Arbeit tätig sind, wissen wir um die Probleme von Flüchtlingen, alternativen Jugendlichen und anderen Opfern rechter Gewalt. Auch haben wir uns ein differenziertes Wissen über rechtsextreme Strukturen in Brandenburg aneignen können. Einige von uns sind selbst Opfer rechter Gewalt geworden, kennen die Ängste vor rechten Jugendcliquen, aber auch die oft selbst aufreibende Arbeit im Engagement für eine demokratische Jugendkultur.
 
Gerade aus diesem Grund können wir den Jugendlichen aus eigener Erfahrung vermitteln, warum es sich lohnt, sich auf diese Weise zu engagieren.
 
Kontaktnetzwerke
 
Die MitarbeiterInnen von J.e.P. gehen zur Schule, sind Auszubildende, Studierende oder haben gerade ihr Studium abgeschlossen. Sie sind in verschiednen anderen Projekten aktiv (Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Bürgerinitiativen). Darüber ergeben sich zahlreiche Kontakte, die wir auch in unserer Arbeit bei J.e.P. nutzen können.