Antifaschistische Aktion Spreewald
Bekannt ist der Spreewald als ein beliebtes Reiseziel. Diese „Idylle“ wird
immer wieder durch Präsenz von Nazipropaganda wie Flugblätter, Aufkleber
und parolenüberzogenen Häuserwänden getrübt. Reaktionen bleiben häufig
aus, um den Wirtschaftsstandort und den Tourismus im Spreewald zu
erhalten. Aufgrund dessen lehnt die regionale Politik, sowie verschiedene
öffentliche Einrichtungen, jede Form von Extremismus ab. Es wird eine
linksextreme Gefahr konstruiert. Gleichzeitig werden Straftaten mit
rechtsextremen Hintergrund nicht als solche erkannt oder als
Randerscheinung einzelner fehlgeleiteter Jugendlicher verharmlost.
Durch diese Fehleinschätzung der rechten Szene kann diese immer mehr in
die Mitte der Gesellschaft wachsen und dominiert zunehmend die
Jugendkultur. Auch desshalb konnte sich im Frühjahr 2007 der
NPD-Kreisverband Spreewald ohne Reaktion aus der bürgerlichen Mitte
gründen. Außerdem entstehen unter dem Deckmantel von Jugendklubs und
privat angemieteten Räumen behördenfinanzierte und von Bürgern tolerierte
„national befreite Zonen“.
Unsere Gruppe, die Antifa-Spreewald, die sich bisher auf Recherche-und
Dokumentationsarbeiten beschränkt hatte,beschloss als direkte Konsequenz
darauf mit gezielten Aktionen offensiv gegen den rechten Konsens in der
Bevölkerung anzugehen.
Gemeinsame politische Grundlage unserer Aktion ist unser emanzipatorisches
und menschliches Weltbild, wobei zwischen den verschiedenen Ansichten und
Personen keine hierarchischen Strukturen herrschen.
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