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Rück­blick auf dem Som­mer

Quelle: gegenrede.info

Prenz­lau (ipr) Vor dem Amts­ge­richt Schwedt und dem Land­ge­richt Neu­rup­pin wur­den ei­nige Ver­fah­ren ab­ge­han­delt. Eine De­mons­tra­tion ver­lief im Sande, und die rechte Szene gibt sich nach den Bun­des­tags­wah­len erst ein­mal recht zu­rück­hal­tend. Ein Ucker­mär­ker wird dem­nächst AfD Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter.

Der AfD Vor­sit­zende der Ucker­mark und zu­künf­tige Land­tags­ab­ge­ord­nete Jan-Ul­rich Weiß op­pe­riert im­mer noch mit ei­nem fal­schen Im­pres­sum auf der Ucker­mark-Web­site sei­ner Par­tei. Die Woh­nung im Do­ret­ten­hof 3 ha­ben er und seine Fa­mi­lie nach ge­richt­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit dem Ver­mie­ter räu­men und auf­räu­men müs­sen. Der Grund für die Kün­di­gung wa­ren mas­sive Miet­rück­stände.

Ein Ge­richts­ter­min we­gen des Vor­wurfs der Steu­er­hin­ter­zie­hung ge­gen Jan Ul­rich Weiß und ei­nen wei­te­ren Mit­an­ge­klag­ten hat das zu­stän­dige Land­ge­richt noch nicht fest­ge­setzt. Den bei­den Män­nern wird der Schmug­gel von meh­re­ren Mil­lio­nen Zi­ga­ret­ten über Bel­gien nach Groß­bri­tan­ni­ens vor­ge­wor­fen. Der zweite An­ge­klagte ist der Be­sit­zer des LKWs.

Das Ver­fah­ren we­gen Kör­per­ver­let­zung ge­gen den An­ger­mün­der Jan L. ist am Mon­tag vom Land­ge­richt in Neu­rup­pin in der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung ge­gen die Zah­lung von ei­ner Geld­auf­lage von 150 Euro vor­läu­fig ein­ge­stellt wor­den. Ihm war vor­ge­wor­fen wor­den, dem An­ger­mün­der Tier­park­lei­ter eine ge­nuscht zu ha­ben. In den bei­den In­stan­zen da­vor war er zu Geld­stra­fen ver­ur­teilt wor­den. Emp­fän­ger des Gel­des soll der Tier­schutz­ver­ein Ober­ha­vel wer­den. Jan L. soll für den Tier­schutz­ver­ein An­ger­münde plä­diert ha­ben.

Der An­ger­mün­der Mat­thias Fi­scher ist zum stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den der Nazi-Kleinst­par­tei „Der III. Weg“ auf­ge­rückt. Den Pos­ten als Ge­biets­ver­bands­lei­ter „Mitte“ hatte er be­reits. Par­tei­vor­sit­zen­der bleibt Klaus Arm­stroff. Der 4. Ge­samt­par­tei­tag fand am 30. Sep­tem­ber in Kirch­heim (Thü­rin­gen) statt.

Am 2. Sep­tem­ber wollte En­rico Pri­d­öhl mal wie­der in Prenz­lau mar­schie­ren. Statt ge­gen Kin­der­schän­der sollte es dies­mal ge­gen Flücht­linge ge­hen. Der 44-Jährige war schon Ende 2014 und An­fang 2015 mit drei De­mo­ver­su­chen in Prenz­lau gran­dios ge­schei­tert. Dies­mal kam er eben­falls nicht über den Bahn­hofs­vor­platz hin­aus.

Ende Au­gust ist der An­ger­mün­der Tier­freund Jan L. we­gen Ver­wen­dens von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Or­ga­ni­sa­tio­nen zu ei­ner Geld­strafe von 40 Ta­ges­sät­zen zu je 20 Euro ver­ur­teilt wor­den. Er hatte auf sei­nem Face­book-Pro­fil ein Ha­ken­kreuz zur Schau ge­stellt. Zu­vor hatte er ei­nem Straf­be­fehl wi­der­spro­chen. Ge­gen das Ur­teil hat er Be­ru­fung ein­ge­legt.

Ste­pha­nie P. aus An­ger­münde fand sich am 23. Au­gust auf der An­kla­ge­bank vor dem Land­ge­richt Neu­rup­pin wie­der. Sie hatte ge­gen ein Ur­teil we­gen Volks­ver­het­zung vor dem Amts­ge­richt Schwedt Be­ru­fung ein­ge­legt. Die Frau hatte auf ih­rem Face­book-Pro­fil Hass ge­gen Flücht­linge pro­pa­giert. In ei­nem of­fe­nen Brief an An­gela Mer­kel hatte sie nach An­ga­ben der Prenz­lauer Zei­tung Flücht­linge als „blut­rüns­tige Mons­ter“, die uns „elen­dig ab­schlach­ten wol­len“ be­zeich­net. Das Er­geb­nis 90 Ta­ges­sätze zu je 25 Euro.

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