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Miete? Stopp! JETZT!

Quelle: Stadt für Alle!

Was ha­ben Jauch, Kirsch, Platt­ner und Groth ge­mein­sam?
Sie leis­ten sich eine Stadt.

Was ha­ben Mül­ler, Jer­had, Nguyen und Jan­kow­ski ge­mein­sam?
Sie kön­nen sich diese Stadt nicht mehr leis­ten.

Die Ei­nen bauen für Mil­lio­nen neue Häu­ser oder kau­fen alte und sa­nie­ren sie teuer. »Ihr neues An­la­ge­ob­jekt« steht dann meist an den gro­ßen Bau­schil­dern – nicht »Ihre neue Woh­nung«, denn die kön­nen sich die An­de­ren nicht leis­ten.

Par­al­lel spen­den Jauch, Platt­ner und Co. Mil­lio­nen, um sich eine Ko­pie ih­res ba­ro­cken, feu­da­len Pots­dams zu bauen. Für Mül­ler und Co. bleibt der Blick auf Tou­ris­tIn­nen und Ku­lis­sen­ar­chi­tek­tur, wel­che die Stadt noch ein biss­chen teu­rer ma­chen. Die Ei­nen freuen sich, dass Preise bei Neu­ver­mie­tun­gen und neu ge­bau­ten Woh­nun­gen »un­ter 10 €/qm« nicht mehr mög­lich sind, die An­de­ren stel­len fest, dass bei 50 % Miet­an­teil an ih­rem Ge­samt­ein­kom­men end­gül­tig eine Schmerz­grenze er­reicht ist.

Die städ­ti­sche Po­li­tik der so­ge­nann­ten Rat­haus­ko­ali­tion lädt dar­auf­hin zu Dis­kus­si­ons­run­den un­ter den Ti­teln: »Woh­nungs­po­li­ti­sches Kon­zept« oder »Bür­ger­be­tei­li­gung«. Am Ende stel­len sie fest, dass die Er­geb­nisse ei­gent­lich nur Emp­feh­lun­gen seien, an die sich noch nicht ein­mal städ­ti­sche Ge­sell­schaf­ten wie die Pro Pots­dam hal­ten müs­sen – Kirsch und Groth so­wieso nicht. Die be­spre­chen lie­ber bei so­ge­nann­ten »In­ves­to­ren­tref­fen« mit dem Ober­bür­ger­meis­ter und Bau­amt di­rekt, wie wei­tere In­ves­ti­tio­nen nach Pots­dam ge­holt wer­den kön­nen, ohne an­dere mit ein­zu­be­zie­hen.

Am Ende steht eine der »teu­ers­ten Städte der neuen Bun­des­län­der« – Ten­denz stei­gend. Die Ei­nen freuen sich über ihre Ren­dite, die An­de­ren zie­hen weg. Po­li­ti­sche Re­ak­tio­nen: »Da ist nichts zu ma­chen«, »Der Markt be­stimmt nun mal den Preis«, und: »Städ­ti­sche Po­li­tik hat da so­wieso nur be­grenz­ten Ein­fluss«.

Weh­ren wir uns! Dies ist un­sere Stadt! Wir sind Mül­ler, Jer­had, Nguyen und Jan­kow­ski und wir las­sen uns nicht län­ger ver­drän­gen, ent­mie­ten und lu­xus­sa­nie­ren!

Schon lange bro­delt es in vie­len Tei­len der Stadt: Die Mie­te­rIn­nen der Tuch­ma­cher­straße ha­ben sich ihr ei­ge­nes Haus von der Pro Pots­dam er­kämpft – trotz Höchst­ge­bots­ver­fah­ren ent­ge­gen den »Emp­feh­lun­gen« des »Woh­nungs­po­li­ti­schen Kon­zep­tes«, Mie­te­rIn­nen am Brau­haus­berg for­dern end­lich echte Bür­ger­be­tei­li­gung und neh­men die Zu­kunft ih­rer Häu­ser in die ei­gene Hand. Hei­de­sied­lung, Stau­den­hof, Beh­lert­kar­ree, Mu­si­ker­vier­tel – an im­mer mehr Or­ten wer­den Mie­te­rIn­nen ak­tiv. Die Krea­ti­ven im Re­chen­zen­trum wer­den kei­nem Nach­bau ei­ner Mi­li­tär­kir­che wei­chen und der Kampf um den Er­halt der Fach­hoch­schule ist noch lange nicht vor­bei!

Ge­hen wir jetzt auf die Straße! Zei­gen wir Jauch, Kirsch, Groth und Co, dass wir die Stadt sind und wir ihre Zu­kunft ge­stal­ten.

Las­sen wir uns von der un­säg­li­chen Rat­haus­ko­ali­tion nicht län­ger mit Dis­kus­si­ons­run­den ab­spei­sen, son­dern for­dern ganz kon­kret:

  • Städ­ti­sche Flä­chen und Ge­bäude er­hal­ten,
  • weg mit dem Höchst­ge­bot­ver­fah­ren,
  • ge­mein­schaft­li­ches und nicht­kom­mer­zi­el­les Woh­nen för­dern,
  • Re­chen­zen­trum, Stau­den­hof und Fach­hoch­schule ste­hen las­sen.

Die Häu­ser de­nen, die drin woh­nen!

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