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· Mindestens zwei Angriffe nach Demonstration von „Zukunft Heimat“

Mas­sive Ge­walt nach rech­ter Demo

Quelle: Cottbus Nazifrei!

Neo­na­zis und Ras­sis­ten tra­gen mas­siv zur Un­si­cher­heit und zur Ge­walt in der Cott­bus­ser In­nen­stadt bei. Dies wurde er­neut am Diens­tag­abend (13. Juni) in furcht­ba­rer Bru­ta­li­tät deut­lich. Un­mit­tel­bar nach Ab­schluss der De­mons­tra­tion des neu­rech­ten Ver­eins „Zu­kunft Hei­mat“ kam es zu min­des­tens zwei rech­ten An­grif­fen. Die At­ta­cken rich­te­ten sich ge­gen Per­so­nen, die zu­vor am Rande ge­wagt hat­ten, ih­rem Un­mut über die De­mons­tra­tion ver­bal Aus­druck zu ver­lei­hen.

– Eine Frau wurde auf dem Heim­weg in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße/Höhe Pusch­kin­park von zwei ver­mumm­ten Per­so­nen vom Fahr­rad ge­prü­gelt und im Ge­sicht ver­letzt. Sie musste im Kran­ken­haus be­han­delt wer­den, eine Platz­wunde wurde ge­näht. Die Po­li­zei er­wähnt die­sen An­griff in ei­ner Mit­tei­lung, ver­schweigt al­ler­dings den Zu­sam­men­hang mit der De­mons­tra­tion. https://polizei.brandenburg.de/…/koerperverletzung-z…/656331

– Ein Ehe­paar be­ob­ach­tete in der San­do­wer­straße die in Rich­tung Alt­markt vor­bei­zie­hende De­mons­tra­tion vom Rande her. Kurze Zeit spä­ter ka­men aus Rich­tung des Mark­tes vier Per­so­nen auf das Paar zu. Eine der Per­so­nen be­spritzte die Ehe­leute mit Was­ser. Ein an­de­rer Mann ging auf die Frau los. Der Ehe­mann ver­suchte seine Frau zu schüt­zen; dar­auf­hin wurde ihm ge­gen den Kopf ge­schla­gen. Er ging zu Bo­den und riss sich da­bei den El­len­bo­gen auf. Auch er musste im Kran­ken­haus be­han­delt wer­den. Ein bei­den Fäl­len wurde An­zeige er­stat­tet.

Mit völ­ki­schen und ras­sis­ti­schen Re­den hat­ten „Zu­kunft Heimat“-Funktionäre wie Chris­toph Berndt und Anne Ha­ber­stroh zu­vor die Stim­mung an­ge­heizt. Die da­bei ein­ge­streute Be­teue­rung, dass „Zu­kunft Hei­mat“ ihre rechts­ra­di­ka­len po­li­ti­schen Ziele „mit fried­li­chen Mit­teln“ er­rei­chen will, ent­puppte sich nicht erst durch die dann fol­gen­den Überg­riffe als hohle Phrase. Denn schon an der De­mons­tra­tion selbst nah­men zahl­rei­che Per­so­nen aus ge­walt­ge­neig­ten Fuß­ball­mi­lieus und Neo­na­zis teil. Eine Per­so­nen­gruppe war mit ein­heit­li­chen T-Shirts (Auf­druck: Schlag­ringe, „Anti-An­tifa“) und teil­weise mit Schutz­klei­dung aus­ge­stat­tet.

„Zu­kunft Hei­mat“ hat wei­tere De­mons­tra­tio­nen in Cott­bus an­ge­kün­digt, die er­neut in Ko­ope­ra­tion mit der Dres­de­ner „Pe­gida“ or­ga­ni­siert wer­den sol­len. „Zu­kunft Hei­mat“ ist zu­dem aufs engste ver­quickt mit der AfD. Der Auf­marsch am 13. Juni war der zweite nach ei­ner Auf­takt­de­mons­tra­tion im Mai.

Luise Meyer, Spre­che­rin von Cott­bus Na­zi­frei!: „Zu­kunft Hei­mat ist kein harm­lo­ser Bür­ger­ver­ein. Es ist eine rechts­ra­di­kale Kam­pa­gnen­or­ga­ni­sa­tion, die das Klima in un­se­rer Stadt ge­zielt ver­gif­tet. Men­schen wer­den an­ge­grif­fen und nie­der­ge­schla­gen, nur weil sie sich am Rande der Zu­kunft-Hei­mat-Demo ge­gen Ras­sis­mus ge­äu­ßert hat­ten. Ein trau­ri­ger Fakt: Cott­bus ist nicht si­cher für Men­schen, die von Ras­sis­mus be­trof­fen sind und für sol­che, die sich ge­gen Neo­na­zis po­si­tio­nie­ren. Seit meh­re­ren Jah­ren sind die Zah­len rech­ter und ras­sis­ti­scher Ge­walt in Cott­bus hoch.“

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