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Gedenken anlässlich des 22. Todestags von Sven Beuter

Quelle: Antifa Jugend BRB

Anlässlich des 22. Todestages des alternativen Jugendlichen Sven Beuter findet am 20. Februar 2018 um 19 Uhr eine Kundgebung an der Gedenkplatte in der Havelstraße statt. Die aktuellen Ereignisse in Cottbus und Wurzen zeigen deutlich, dass sich am rassistischen Normalzustand nichts geändert hat, dass Migrant_innen, Antifaschist_innen und Andersdenkende tagtäglich den Gefahren rassistischer und nationalistischer motivierter Übergriffe ausgesetzt sind.

Trotzdem es in Brandenburg an der Havel zur Zeit ruhig ist, hat der Auftritt von Angela Merkel im Vorfeld der Bundestagswahl im Jahr 2017 jedoch deutlich gezeigt, dass es in der Havelstadt ein nicht zu vernachlässigendes Potential von Rassist_innen und Neonazis gibt. Ein weiterer Beleg hierfür sind die regelmäßig und in größerer Zahl auftretenden Aufkleber der AfD, des III. Weges, der NPD und weiterer rechter und neonazistischer Gruppierungen. Der Totschläger von Sven Beuter, Sascha L., wohnt weiterhin in der Havelstadt. Gemeinsam mit seiner Freundin Julia Sch. und ihren zahlreichen Kindern leben sie derzeit  in einer Mietwohnung in der Brandenburger Altstadt. Sascha L. ist in der Neonaziszene der Stadt weiterhin eine Verbindungsfigur zwischen jungen und alten Neonazis und nimmt gerade die jungen Neonazis zu Demonstrationen und Kundgebungen in ganz Deutschland mit.

Aus den genannten Gründen ist ein Gedenken an Sven Beuter und die Hintergründe seiner Ermordung weiterhin wichtig. Es darf nicht vergessen werden, warum Sven Beuter sterben musste – weil er nicht in das Weltbild von Menschen wie Sascha L. passte, weil er sich frei entfaltete, seine Haare färbte, nur gelegentliche arbeitete und Metal- sowie Punkrock hörte. Genau dafür gilt es am 20. Februar um 19 Uhr zusammen zu kommen. Für eine Stadt, eine Welt, in der Menschen sich frei entfalten können, in der sie keine Angst haben müssen, aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer sexuellen Orientierung angegriffen und getötet zu werden.

 

Niemand ist vergessen!

Nichts ist vergeben!

20. Februar 19 Uhr – Gedenkplatte Havelstraße!

 

Antifa Jugend BRB

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