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Alternative News & Termine für Brandenburg

· Mit Inforiot durch den Festival-Sommer 2017

Fes­ti­val Guide 2017: Al­ter­na­ti­ven in Bran­den­burg ent­de­cken

Quelle: Inforiot

INFORIOT – Mit ei­ner klei­nen Ver­spä­tung gibt es die dritte Aus­gabe des Fes­ti­val Gui­des für Bran­den­burg. Denn Som­mer­zeit ist Fes­ti­val­zeit! Ob an den See, in den Wald, dem Acker oder ähn­li­ches. Jen­seits der Lohn­ar­beit, Schule oder Uni fin­den sich in Bran­den­burg eine Fülle von sub­kul­tu­rel­len Events, die zum ge­pfleg­ten ent­span­nen und fau­len­zen ein­la­den. Wie auch in den letz­ten bei­den Jah­ren in­for­miert In­fo­riot euch, wo wel­che Fes­ti­vals mit lin­kem und al­ter­na­ti­ven An­spruch in der Mark  im Som­mer 2017 statt­fin­den.

In ei­nem gro­ben Über­blick wol­len wir euch ei­nige Oa­sen jen­seits des kom­mer­zi­el­len Ter­rors und Großevent-Mainstreams in Bran­den­burg vor­stel­len. Wir wol­len euch vor al­lem auf klei­nere und grö­ßere Events hin­wei­sen, die ei­ner­seits ein al­ter­na­ti­ves Selbst­ver­ständ­nis be­sit­zen und an­de­rer­seits ei­nen D.I.Y.-Charakter pfle­gen.* Lei­der schon ver­passt: Zu­rück zu den Wur­zeln Fes­ti­val in Nie­der­görs­dorf. Aber das ein oder an­dere High­light er­war­tet euch noch in die­sem Som­mer.

30.06-02.07. Ul­trash Fes­ti­val
18199290_904974286312402_5302224389634876949_nDas Ul­trash ist ein Fes­ti­val der be­son­de­ren Art und geht die­ses Jahr in die 11. Runde. Ein po­li­ti­sches Fes­ti­val auf dem Frei­Land Pots­dam für Skins, Punks, Ul­tras und an­dere an­ti­fa­schis­ti­sche Ge­gen­kul­tu­ren. Die Wort­schöp­fung lässt schon dar­auf schlie­ßen, dass sich hin­ter dem zwei­tä­gi­gen Fes­ti­val eine Ko­ope­ra­tion von Ul­trá (Ba­bels­berg) und RASH (Red and An­ar­chist Skin­heads Berlin/Brandenburg) ver­birgt. Laut den Ver­an­stal­ter_in­nen will das Fes­ti­val auf die Ak­ti­vi­tä­ten der Grup­pen „hin­wei­sen und auf­zei­gen, dass „Ul­tras“ und „Skin­heads“ eben nicht nur rechts­ra­di­kale Schlä­ger­ban­den oder al­ko­ho­li­sierte Pö­bel­mobs sind.“ Ne­ben tol­len Bands gibt es auf dem Ul­trash au­ßer­dem le­cke­res Es­sen, Stände, Soli-Tom­bola u.v.m. Au­ßer­dem wird am Frei­tag der Film „The An­ti­fa­scist“ aus Schwe­den ge­zeigt und der Sams­tag wird mit dem Freund­schafts­spiel zwi­schen SV Ba­bels­berg 03 und Al­tona 93 ein­ge­läu­tet. Zur Fes­ti­val­seite: https://www.facebook.com/events/653336951514917/

30.06.-03.07. An­taris Pro­ject
14705723_1286429771399603_4762486593925986590_nDas An­taris fin­det zum 23. Mal auf den Flug­platz Otto-Li­li­en­thal bei Ra­the­now statt und ver­steht sich selbst als ein Pro­jekt, dass ge­gen Krieg, für Freund­schaft, Frie­den und Frei­heit steht. Das An­taris bie­tet eine mu­si­ka­li­sche Reise in eine psy­cho­de­li­sche Welt der Goa-Land­schaft auf zwei Floors mit ei­ner un­ver­wech­sel­ba­ren Deko und Licht­schow. Er­freut euch an High­light Tribe, fluf­fi­gen Proggy und Dark Prog. Au­ßer­dem Chill Out, Yoga, Work­shops und vie­les mehr. Eso­te­rik ge­hört lei­der auch dazu. Zur Fes­ti­val­seite: http://www.antaris-project.de/

 

06.07.-10.07. Feel Fes­ti­val
Das Feel Fes­ti­val ist eine mu­si­ka­li­sche und kul­tu­relle Par­al­lel­welt jen­seits des täg­li­chen Tru­bels und der Sor­gen. Wer dem wil­den Trei­ben auf dem Ge­lände folgt, kann sich zwi­schen tan­zen­den Fü­ßen nicht nur in bunte Ni­schen und Ecken vol­ler vi­su­el­ler so­wie künst­le­ri­scher Ver­zau­be­rung trei­ben las­sen, son­dern auch ver­schie­denste Orte für In­ter­ak­tion und Dis­kurs ent­de­cken. Work­shops, Le­sun­gen, Kunst&Kultur und mehr er­war­tet euch vom 06.-10. Juli am Berg­hei­der See bei Lich­ter­feld. Zur Fes­ti­val­seite: http://feel-festival.de/

21.07.-23.07. Stuss am Fluss
Drei Ver­eine und zahl­rei­che Unterstützer_innen aus der Stadt Cott­bus wol­len vom 21.-23.07. ein Som­mer-Fes­ti­val der ganz be­son­de­ren Art ver­an­stal­ten. Be­reits zum drit­ten Mal hau­siert das Stuss am Fluss im Strom­bad Cott­bus. Ne­ben ei­nen brei­ten Pro­gramm an Live-Mu­sik und Djs, bie­tet das Fes­ti­val 10 Stände mit ver­schie­dens­ten Work­shops, in­for­ma­tive Vor­träge und Filme an. Ein Sause für alle solle es wer­den – Non-kom­mer­zi­ell, ohne Ein­tritt, aber mit Be­spa­ßung für alle zwi­schen 0 und 99. Zur Fes­ti­val­seite: https://stussamfluss2017.wordpress.com

21.07.-23.07. Na­tion of Gond­wana
Die Na­tion of Gond­wana bei ei­nem See bei Grün­feld be­grüßt jähr­lich seine Be­su­cher_in­nen zum se­mi­fik­ti­ven Par­al­lel­welt­tou­ris­mus. Seit 1995 fin­det das al­ter­na­tive Frei­luft­fes­ti­val für elek­tro­ni­sche Mu­sik im Ber­li­ner Um­land statt. Ur­sprüng­lich als Al­ter­na­tive zur Lovepa­rade ge­dacht ist die Na­tion of Gond­wana eine fa­mi­liäre Ver­an­stal­tung, an der jähr­lich bis zu 8.000 lie­bes­tolle Men­schen teil­neh­men. Ein gro­ßer Sym­pa­thie­punkt: Se­xua­li­sierte, ras­sis­ti­sche, homo- und trans­phobe, be­hin­der­ten­feind­li­che und ähn­li­che Überg­riffe wer­den auf der Na­tion NICHT ge­dul­det! Zur Un­ter­stüt­zung der Be­trof­fe­nen gibt es auf der Na­tion ei­nen Safer Space. Zur Fes­ti­val-Seite: http://www.pyonen.de/info.html

22.07. Laut und Bunt Fes­ti­val Ra­the­now
19242996_1421199477973034_4670952874768581521_oBe­reits zum 9. Mai fin­det am 22. Juli im Op­tik­park Ra­the­now das „Laut und Bunt Fes­ti­val“ statt – ein re­gio­na­les Fes­ti­val für Welt­of­fen­heit, Viel­falt, To­le­ranz und Mei­nungs­frei­heit. Freut euch auf eine ro­cki­ges Event in mit­ten der grauen Tris­tesse; ein kul­tu­rel­les Event, was Ab­wechs­lung nach Ra­the­now und die trau­ri­gen Ver­hält­nisse zum tan­zen brin­gen soll. Zur Ver­an­stal­tung: https://www.facebook.com/events/1905222613055804

04.-06.08. Re­sist to Exist Fes­ti­val
Am ers­ten Au­gust Wo­chen­ende fin­det das Open-Air Fes­ti­val Re­sist to Exist zum zwei­ten Mal in Bran­den­burg statt. Um die 40 Punk-, HC- und Ska-Bands aus dem In- und Aus­land sor­gen auf zwei Büh­nen für Stim­mung, dar­un­ter ZSK, To­xo­plasma, Raw­side, Kno­chen­fa­brik, Alarm­si­gnal, Pop­per­klop­per und Dödel­haie. Dazu gibt es wie­der güns­tige Ge­tränke, Ess-Stände von Ve­gan bis Fleisch, Kla­mot­ten-, Plat­ten- und In­fo­stände so­wie ein po­li­ti­sches Kino. Das Fes­ti­val wird D.I.Y.-mäßig von ei­ner eh­ren­amt­li­chen Crew von der Szene für die Szene or­ga­ni­siert. Nach den po­si­ti­ven Er­fah­run­gen vom letz­ten Jahr ist der Ver­an­stal­tungs­ort wie­der das bran­den­bur­gi­sche Krem­men, von der Ber­li­ner Stadt­grenze in ei­ner vier­tel Stunde mit dem Zug zu er­rei­chen. Das kom­plette Line-Up, wei­tere In­fos und Ti­cket-Vor­ver­kauf gibt es auf der Web­site: http://www.resisttoexist.de/

04.-05.08. Jen­seits von Mil­lio­nen
Das Jen­seits von Mil­lio­nen Be­ne­fiz­fes­ti­val ist ein all­jähr­li­ches Wie­der­se­hen am ers­ten Au­gust­wo­chen­ende auf der Burg in Fried­land in der Nie­der­lau­sitz. Eine Wahl­ver­wandt­schaft im drei­zehn­ten Jahr, die die Or­ga­ni­sa­tor_in­nen lie­bend gerne pfle­gen, und ein Fest aus gu­ten Grün­den. Auch in die­sem Jahr be­glei­tet das Jen­seits von Mil­lio­nen das Mu­z­anga Edu­ca­tion Pro­ject der Kin­der­hilfs­or­ga­ni­sa­tion Raise a Smile e.V. im länd­li­chen Os­ten Sam­bias mit 2€ je­des ver­kauf­ten Fes­ti­val­ti­ckets und al­lem Geld, das nach Ab­zug der Fes­ti­val­kos­ten auf der Ha­ben-Seite steht. Ein wei­te­res Plus: „Ras­sis­ti­sche, frem­den­feind­li­che, se­xis­ti­sche, ho­mo­phobe oder an­ti­se­mi­ti­sche so­wie an­dere mit der rechts­ra­di­ka­len oder deutsch­na­tio­na­lis­ti­schen Szene in Ver­bin­dung ste­hende Äuße­run­gen und Zei­chen wer­den in kei­ner Weise auf Zelt­platz und Fes­ti­val­ge­lände ge­dul­det.“, so steht es in der Haus­ord­nung. Zur Fes­ti­val­seite: http://jenseitsvonmillionen.de/

10.08.-13.08. Die Wilde Möhre Fes­ti­val
„Hö­ren, Se­hen, Füh­len“ – Lasst eure Sinne auf dem Wilde Möhre Fes­ti­val bei Dreb­kau er­blü­hen. Das Wil­den Möhre Fes­ti­vals, ein Traum ei­ner klei­nen Gruppe von Men­schen, „die gerne et­was be­we­gen wol­len“. Elek­tro­ni­sche Mu­sik, Kunst und Work­shops wer­den un­ter der Wil­den Möhre zu ei­nem bun­ten Pro­gramm ver­eint. Work­shops, Le­sun­gen, Vor­träge und Per­for­man­ces wer­den eure Ge­dan­ken und Sin­ger-Song­wri­ter, Bands und DJs eure Füße zum Tan­zen brin­gen, so sa­gen es die Ver­an­stal­ter_in­nen auf ih­rer Web­seite: https://wildemoehrefestival.de/ Die Wilde Möhre steht für ein fried­li­ches Mit­ein­an­der, Rück­sicht­nahme und To­le­ranz. In­so­fern hat für die Or­ga­ni­sa­tor_in­nen Ge­walt, Waf­fen, Na­zis, Ho­mo­pho­bie und Ras­sis­mus auf dem Fes­ti­val nichts zu su­chen und Gäste, die in die­ser Hin­sicht auf­fäl­lig wer­den, des Ge­län­des ver­wei­sen wer­den. Für Na­zis ist auch Ende Ge­lände, denn sie er­hal­ten kei­nen Ein­lass.

11.08.-12.08. OBOA Fes­ti­val
Am 11. und 12. Au­gust wird das Fort Gor­gast wie­der in ein Oder­bruch-Wun­der­land ver­wan­delt. Das OBOA wird ver­an­stal­tet vom BREAK TRIBE MUSIC e.V. Der Ver­ein wurde Ende 2000 ge­grün­det, um das OBOA 2001 als Umsonst&Draußen-Festival ver­an­stal­ten zu kön­nen. Doch der Ver­ein strahlt dar­über hin­aus: er ver­an­stal­tet kleine Events in der Re­gion, die eine Be­rei­che­rung für das kul­tu­relle Le­ben im Oder­bruch ist. So auch das Fes­ti­val! Zur Fes­ti­val-Seite: http://www.oboa.de/

11.08.-12.08. Frie­rock Fes­ti­val
2017_neuAm zwei­ten Au­gust­wo­chen­ende ver­wan­delt sich die Frei­licht­bühne in Frie­sack in ein El­do­rado für Mu­sik­lieb­ha­ber – die es lie­ber klein und fein mö­gen. Seit bei­nahe zwei Jahr­zehn­ten la­den die Or­ga­ni­sa­to­ren zum Frie­rock-Fes­ti­val und ho­len da­für Bands aus fast al­len Gen­res auf Ihre Bühne – Punk, Ska, Rock, Hard­core – Haupt­sa­che es wird ge­tanzt! Ins­ge­samt 13 Bands, wie ge­wohnt über­ra­schend gut ge­mischt, kom­men die­ses Jahr nach Frie­sack. Ne­ben der er­fri­schen­den Live-Mu­sik, gibt es ein aus­ge­such­tes An­ge­bot an fleisch­hal­ti­gen wie auch ve­ga­nen Spei­sen und Ge­trän­ken. Am Sams­tag­nach­mit­tag fin­det auf dem Fes­ti­val­ge­lände ein Fuß­ball­tur­nier um den Frie-Rock statt. Zur Fes­ti­val­seite: http://www.frierock-festival.de/

25.08.-27.08. alínæ lumr Fes­ti­val
Zum drit­ten Mal lädt das alinæ lumr am letz­ten Au­gust­wo­chen­ende zu ei­nem er­eig­nis­rei­chen Ur­laub auf dem Land ein. Auf der Burg, am Markt­platz, den Hin­ter­hö­fen, der Alt­stadt­kir­che, auf ver­steck­ten Wie­sen und am See war­tet un­ser sorg­fäl­tig ku­ra­tier­tes Mu­sik­pro­gramm, Work­shops, Thea­ter, Le­sun­gen und die char­mante Alt­stadt Stor­kow auf euch. Das Fes­ti­val möchte die Stadt öff­nen und Orte des Zu­sam­men­kom­mens schaf­fen, auch um ein kla­res Zei­chen für po­si­ti­ven Aus­tausch und Will­kom­mens­kul­tur in der Re­gion zu set­zen. Zur Fes­ti­val­seite: http://alinaelumr.de/

01.09. Opor Street­war Fest #2
Der Street­wear Ver­sandt aus „Opor“ Ver­an­stal­tet im Haus der Of­fi­ziere in Brandenburg/Havel das Opor Street­war Fest #2. Das Line-Up hat es in sich! Ne­ben der Miyagi Gang aus Branne tritt die Ros­to­cker An­tifa-Posse „Wa­ving the Guns“ auf, Mäd­ness und Döll aus Ber­lin und als High­light Au­di­o88 & Yas­sin. Zur Ver­an­stal­tung: https://www.facebook.com/events/861179624023436/?ref=br_rs

08.09.-10.09. Land­flucht Fes­ti­val
Be­reits zum drit­ten Mal fin­det das Land­flucht Fes­ti­val in Klein Buckow bei Sprem­berg statt. Re­gio­nal wird hier ganz groß ge­schrie­ben, da­her bie­tet das Land­flucht Fes­ti­val für lo­kale Künstler_innen eine Bühne zum Aus­pro­bie­ren und viel­leicht auch zum Groß-rauskommen. Laut Fes­ti­val-Ko­dex ha­ben Na­zis auf dem Fes­ti­val nix zu su­chen: „Thor Stei­nar und ähn­li­che Klei­dungs­mar­ken, die aus dem Um­feld der Nazi-Szene pro­du­ziert und ver­trie­ben wer­den und sich völ­ki­scher Sym­bo­lik mit NS-Be­zug be­die­nen, sind bei uns nicht er­wünscht. Alle, die sol­che Kla­mot­ten kau­fen und an­zie­hen, un­ter­stüt­zen da­mit di­rekt Na­zis in ih­rem Be­stre­ben, ihre In­halte und Sym­bole in die Ge­sell­schaft zu tra­gen. Da­her wird das Tra­gen die­ser und ähn­li­cher Klei­dungs­stü­cke, die co­diert völ­ki­schen oder deutsch-na­tio­na­len Life­style trans­por­tie­ren, auf dem Festival-Gelände nicht ge­dul­det!“ Fin­den wir gut! Zur Fes­ti­val­seite: http://www.landflucht-festival.de/

*Die Auf­lis­tung wird si­cher­lich nicht voll­stän­dig sein. Über Er­gän­zun­gen freuen wir uns al­le­mal.

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