INFORIOT Im Juni diesen Jahres wurde bekannt, dass im September erneut eine Demonstration von Neonazis in Neuruppin angemeldet wurde, wie schon vor zwei Jahren. Damals war Berliner Kameradschaftsaktivist Sebastian Schmidtke Anmelder, organisiert wurde der Aufmarsch hauptsächlich durch den KDS. Anlass war der Überfall auf Polen am 01. September 1939.
2007 rechneten sie mit 200 Neonazis, es kamen jedoch nur klägliche 60 Anhänger. Ihnen standen rund 800 Protestierende gegenüber. Die Polizei löste brutal Sitzblockaden auf und setzte massiv Pfefferspray ein. Der Einsatz wurde medial als "unverhätnismäßig“ gewertet.
Dieses Jahr geben die Anmelder „Freie Kräfte Neuruppin“ vorsichtiger eine voraussichtliche Anzahl von Teilnehmenden (150) an. Motto der Demo ist „Nie wieder Krieg und gegen Imperialismus“.
Auf der für die Demonstration errichteten Homepage, betonen sie, dass diese keine Konkurrenzveranstaltung zum inzwischen verbotenen von Neonazis organisierten „Antikriegstag“ in Dortmund
sei, sondern lediglich eine „Alternative für die in Mitteldeutschland wohnhaften Aktivisten, welche aus den verschiedensten Gründen den Weg nach Dortmund nicht auf sich nehmen können.“ darstellt.
Ihr Aufruf widmet sich wirrer Terrorismus-Verschwörungstheorien auf antiamerikanischer und rassistischer Art und Weise.
Nach bisherigen Angaben ist die Neonazi-Demonstration ab 12 Uhr am Rheinsberger Tor angemeldet.
Bisher wurde vom Bündnis „Neuruppin bleibt bunt“, das sich als Reaktion auf den Aufmarsch vor zwei Jahren gründete, Gegenveranstaltungen ab 10 Uhr in Neuruppin angekündigt.
Ostprignitz-Ruppin ist der einzige Landkreis (neben den kreisfreien Städten Frankfurt/ Oder und Brandenburg/ Havel) , in dem bei den Kommunalwahlen letztes Jahr weder DVU noch NPD ein Mandat erhielten- von daher ist es im Zuge der Wahlen diesen Jahres noch wichtiger den Neonazis nicht die Straße zu überlassen, überall.




