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Brandenburger AfD-Funktionär an “Identitären”-Aktion beteiligt

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INFORIOT Die AfD und ihre Jugendorganisation “Junge Alternative” (JA) scheren sich offenbar kein Stück um ihre eigenen Beschlüsse. Es gibt beispielsweise Abgrenzungsbeschlüsse gegen die extrem rechte “Identitäre Bewegung”. Tatsächlich aber sind Afd, JA und die “Identitären” vielfältig miteinander verbunden. Die Abgrenzungsbeschlüsse sind offenkundig rein taktisch motiviert und nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind.

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Ein neues Beispiel für die Nähe von AfD, JA und den “Identitären”: Franz Dusatko ist Funktionär der “Jungen Alternative” in Brandenburg, der offiziellen Jugendorganisation der Landes-AfD. Die JA-Homepage führt ihn als stellvertretenden Landesvorsitzenden auf. Fotos auf der Homepage der Brandenburger AfD zeigen ihn zusammen mit dem Bundesvorsitzenden Alexander Gauland und dem Thüringer Vorsitzenden Björn Höcke. Auf aktuellen Fotos von einer Delegationsreise zum EU-Parlament im Mai ist Dusatko zusammen mit dem aktuellen AfD-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz sowie der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch zu sehen.

Genau dieser Franz Dusatko war im Dezember 2016 am Versuch beteiligt, die Zentrale einer mit der AfD konkurrierenden Partei zu blockieren. Im Anschluss an eine Kundgebung in Berlin (an der auch Gauland und Kalbitz teilnahmen) platzierten sich nämlich mehrere Dutzend Angehörige der “Identitären Bewegung” vor der Parteizentrale der CDU. Fotos zeigen, dass Dusatko inmitten der “Identitären” saß und also aktiv und direkt an der versuchten Blockade beteiligt war.

Die Unvereinbarkeits- und Abgrenzungsbeschlüsse der AfD und der JA gegenüber den “Identitären” waren zum Zeitpunkt des Blockadeversuchs bereits in Kraft. Anlass für diese Beschlüsse war die Beobachtung der “Identitären” durch den Verfassungsschutz.

Am Rande der versuchten Blockade der CDU-Zentrale war im übrigen auch Jean-Pascal Hohm präsent, wie auf Fotos zu sehen ist. Hohm war lange Zeit Landesvorsitzender der JA und aktuell ist er laut JA-Homepage Beisitzer im Landesvorstand. Im April besuchte Hohm gemeinsam mit dem Berlin-Brandenburger Identitären-Chef Robert Timm den Gästeblock beim Fußballspiel Babelsberg 03 gegen Energie Cottbus in Potsdam. Das Spiel wurde von massiven antisemitischen Parolen und Randalen der Cottbusser Fans begleitet.

 

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