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Bran­den­bur­ger Rechts­rock-Band trat bei Nazi-Fest in Ita­lien auf

Quelle: Inforiot

INFORIOT Am ver­gan­ge­nen Sams­tag, den 19. No­vem­ber, soll ein Neo­nazi-Kon­zert in Nord­ita­lien mit in­ter­na­tio­na­len Rechts­rock-Bands statt­ge­fun­den ha­ben. Bei dem von „Blood&Honour“ und den „Ham­mer­s­kins“ or­ga­ni­sier­ten Gro­ßevent un­ter dem Motto „Eu­rope Awake“ (über­setzt: Eu­ropa er­wa­che) tra­ten ins­ge­samt acht Bands aus vier Na­tio­nen auf, dar­un­ter auch zwei aus Deutsch­land. Bei der ei­nen deut­schen Band han­delt es sich um „Blitz­krieg“ aus Chem­nitz, de­ren Mit­glie­der zum NSU-Hel­fe­rIn­nen­netz­werk ge­zählt wer­den. Bei der an­de­ren deut­schen Band han­delt es sich um „Front­feuer“ aus Bees­kow.

Flyer für das Rechtsrock-Fest Europe Awake„Front­feuer“ sol­len zum „har­ten Kern“ der „Ter­ror­crew – Ka­me­rad­schaft Kom­mando Wer­wolf (KSKW)“ ge­hö­ren, die im Raum um Frank­furt (Oder) und dem Sach­sen-An­hal­ti­ni­schen Gar­de­le­gen ak­tiv sind. Bei Auf­trit­ten soll „Front­feuer“ Wes­ten und Tshirts mit dem KSKW-Em­blem mit der „Schwar­zen Sonne“ tra­gen. KSKW ist eine Rocker-ähnliche Neo­na­zi­grup­pie­rung, die sich in Kut­ten ein­hül­len ohne Mo­tor­rä­der zu be­sit­zen. Ne­ben „Front­feuer“ kom­men mit „Blut­flagge“, „Die wei­ßen Jä­ger“ (D.W.J.), „Mo­gon“, „Pro­jekt 8.8“ (Pro­jekt 88) und  „Wolfs­kraft“ (WK) wei­tere na­men­hafte Rechts­rock-Bands aus Bees­kow. Da­mit kann die Kreis­stadt als eine der wich­tigs­ten Bran­den­bur­ger Städte für Rechts­rock be­zeich­net wer­den. Alle ge­nann­ten Bands pfle­gen un­ter­ein­an­der enge Ver­bin­dung.

Bran­den­bur­ger Rechts­rock­bands im Aus­land – keine Sel­ten­heit
Nur we­nige Orte im Land Bran­den­burg eig­nen sich für Rechts­rock­kon­zerte. Vie­ler­orts ma­chen es Be­hör­den, Po­li­zei, das En­ga­ge­ment von An­ti­fa­schis­t_in­nen und der Zi­vil­ge­sell­schaft den Ver­an­stal­te­rIn­nen schwer Kon­zerte durch­zu­füh­ren. Da­her tre­ten Bran­den­bur­ger Rechts­rock­bands seit Jah­ren eher au­ßer­halb von Bran­den­burg oder im Aus­land auf. Erst im Ok­to­ber fand ein Gro­ßevent im Schwei­ze­ri­schen Un­ter­was­ser bei Tog­gen­burg mit 5.000 in­ter­na­tio­na­len Neonazi-Gästen statt. Von den dort auf­ge­tre­te­nen fünf Bands stam­men drei aus Bran­den­burg – „Con­fi­dent of Vic­tory (C.o.V)“ aus Senf­ten­berg, „Fron­tal­kraft“ aus Cott­bus und „Ex­zess“ aus Straus­berg.


Auf­fal­lend da­bei: C.o.V. und „Fron­tal­kraft“ tra­ten be­reits am 27. März 2013 bei ei­nem von dem Vel­te­ner NPD-Po­li­ti­ker Ro­bert Wo­lin­ski or­ga­ni­sier­ten Kon­zert in Fi­no­w­furt auf. Auch bei Fol­ge­ver­an­stal­tun­gen, die mut­maß­lich von Wo­lin­ski or­ga­ni­siert wur­den, tra­ten u.a. die drei Bands und „Front­feuer“ im­mer wie­der auf. Dies ist der Wer­bung auf der Seite zum Kon­zert am 27. März 2013 zu ent­neh­men. Wo­lin­ski ist Mit­glied des Bran­den­bur­ger Lan­des­vor­stan­des der NPD und gilt als Schlüs­sel­fi­gur der bran­den­bur­ger Rechts­rock­szene. An­fäng­lich or­ga­ni­sierte er die Kon­zerte un­ter dem La­bel „Mär­ki­sche Skin­heads 88“, die er laut ei­nem Pos­ting auf der NPD Ober­ha­vel Face­book­seite zur Firma „MVD / MS 88“ auf­baute.

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